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Ziellos gehe ich durch die Strassen und
versuche meine Gedanken zu ordnen, doch es gehen mir so viele Dinge durch den Kopf, und so bemerke ich gar nicht dass der Regen einsetzt und sich nach und nach in meine Sachen frisst. Doch ich spüre ihn kaum, denn
meine Gedanken sind gar nicht ich, sondern überall. Und so merke ich auch nicht, dass von meinem Gesicht Tränen herunter laufen. Und mit der Zeit vermischen sich die Tränen und der Regen. So dass der Regen das Salz
aus den Tränen wäscht und mir einen Weg zeigt. Ich folge dem Weg, auch wenn ich nicht weiss, wo hin er mich führen wird. Doch nach einer Weile stand ich dann an einem See, zu dem man auch: der See mit dem
Zauberschloss, sagt. Und ganz langsam sah ich aus dem Nebel zwar noch ganz verschwommen aber schon deutlich das Schloss. Und wie ich mich noch fragte: was mache ich hier. Tauchte aus der Waldlichtung am See ein
Einhorn auf und sagte zu mir: " Komm folge mir und habe keine Angst" und so folgte ich dem Einhorn, denn nur das Einhorn kannte den Weg zum Schloss.
Der Weg führte durch Schluchten der
Verzweiflung und des Kummers aber auch über Brücken von Haas und Misstrauen und das Tal der Hoffnung und der Zuversicht. Und dann Stand es da. Stand da in seiner ganzen Pracht Türme besetzt mit den Farben der Sonne
und des Himmels. Fenster so strahlend wie die schönsten Edelsteine auf der Welt. Und Türen so schön und gross wie die schönsten Bilder die ich je gesehen habe. Stand nun vor dem Schloss und das Einhorn sagte:
"keine Angst, komm und folge mir"!
So gingen wir den Weg zum Schloss hoch, und
von weiten sah ich schon, wie sich das Tor des Schlosses öffnete und ein kleines Mädchen davor wartete. Als wir am Schloss an kamen nahm mich das kleine Mädchen an die Hand und sagte zu mir: "Komm mit und habe
keine Angst". So gingen wir durch das grosse Tor und betraten den Saal der Wünsche in dem von der Decke aber und aber Millionen Blätter von Rosen herunter regneten. Und als wir diesen Saal betraten und ich
grade was sagen wollte, sagte das Einhorn zu mir: " Sag nichts, schaue und nehme das was Du siehst in Dein Herz auf, denn nur Du weisst was Traum und Wirklichkeit ist".
Ich nickte und wir gingen durch die Säle der
Hoffnung und Zuneigung und folgten dem hellen Schein der uns den Weg zeigte. Und ganz in der Ferne hörte ich Musik und eine wunderschöne Stimme sang ein Lied. So gingen wir noch eine Weile bis wir zu einer
wunderschönen grossen Tür kamen, an der stand, "nur der möge eintreten, der weiss, dass man Träume leben kann". Und kaum hatte ich diesen Satz zu ende gelesen, da öffnete sich die Tür und wir kamen in den
Saal der Freundschaft, und kaum dass wir ihn betreten hatten, schien die Sonne in alle Fenster und der Saal erstrahlte in seiner ganzen Schönheit.
Als ich schon fragen wollte, was denn nun los
sei, erstrahlte im Saal ein Regenbogen in seiner ganzen Schönheit und eine wunderschöne Frau kam herab und sagte zu mir:" Schaue dich ruhig um, denn Jeder der träumen kann, hat das Leben verstanden". Und
als sie das gesagt hatte, kam sie zu mir und gab mir einen Kuss auf die Wange und sagte:" Nehme die Sonnenstrahlen und bewahre sie gut auf und immer, wenn es Dir nicht gut geht, dann denke daran, dass Du die
Sonne in deinem Herzen trägst und dass es hier im Schloss Jemanden gibt der dich sehr gerne hat". Und als sie das so gesagt hat, merkte ich, wie mir ein paar Tränen über das Gesicht liefen, doch ich schämte
mich nicht dafür.
Nach einer Weile sagte sie:" nun kannst
Du gehen, und denke an die Worte die ich Dir gesagt habe". Kaum hatte sie dies Worte ausgesprochen, befand ich mich wie von Zauberhand wieder am See und wusste nicht so richtig wie mir geschah. Und doch wusste
ich, dass ich ein zauberhaftes Wesen kennen gelernt hatte, auf das ich mich ganz bestimmt immer verlassen konnte, denn ich trage ja Ihre Sonnenstrahlen im Herzen.
Geschrieben von Zauberwelt
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